トーマス・マンとニーチェ : 『ファウストゥス博士』の場合

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  • Thomas Mann und Nietzsche : im Fall Doktor Faustus
  • トーマス マン ト ニーチェ : ファウストゥス ハクシ ノ バアイ

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抄録

Wenn wir den letzten Roman Thomas Manns, Doktor Faustus, gelesen haben, tauchen sogleich vier Gestalten in unserem Bewuβtsein auf: der Held des Romans Adrian Leverkuhn, sein Freund und der Erzahler Serenus Zeitblom, der Autor Thomas Mann selbst und der Philosoph Friedrich Nietzsche. Diese Gestalten verflechten sich unauflosbar ineinander, so daβ wir sie als eine Ganzheit, d. h. einen wirklich lebenden Mann vorstellen konnen. Unter den Beziehungen dieser vier Menschen ist die zwischen Adrian Leverkuhn und Nietzsche uns besonders wichtig und interessant. Aber Nietzsches Name erscheint niemals im Roman, eben weil der euphorische Musiker an seine Stelle gesetzt ist, so daβ es ihn nicht mehr geben darf. A. Leverkuhn und Nietzsche besitzen die gleichen Erfahrungen gemeinsam: beide studieren zuerst Theologie, sie leben als Studenten in Leipzig, sie machen gleiche Bordell-Erfahrung, sie haben den gleichen Todestag und Todesalter: am 25. August, 55 Jahre alt usw. Auch der Heiratsantrag durch den Violinist Schwerdtfeger erinnert so fort denjenigen durch Paul Lee. Auch Paul Lee liebt Lou Salome, wie Schwerdtfeger Marie Godeau, aber unter dem groβen Unterschied, daβ dem Violinisten sein eigener Antrag gelungen ist und darauf das tragische Ende folgt, daβ Ines Institoris aus Neid den Violinisten erschieβt. Dies tragische Ergebnis zeigt die vortreffliche Romantechnik Thomas Manns, die eine Anekdote im Nietzsches Leben zu einer schicksalhaften, schrecklichen Geschichte magisch entwickeln konnte. In diesem Sinne ist die Inspiration, die Adrian vom Teufel gegeben wird, von derjenigen Nietzsches, der seinen Begeisterungszustand mit eigener Krankheit nicht verbinden kann, sehr verschieden. Die Inspiration, die durch die gegebenen 24 Jahre wirksam sein wird, verspricht ihm der Teufel wahrend des Gesprachs in Italien. Der Begriff Inspiration vertieft in diesem Roman weit mehr seinen Sinn. Dieser vertiefte Begriff erlost den hilflosen Zustand der Kunst uberhaupt, im besonderen der Musik der Gegenwart. Die Inspiration setzt namlich der Kalte des Intellekts, der Adrian eigen ist, das schopferische Feuer zu, das der gegenwartigen Situation ganz fehlt. Somit konnen wir den Unterschied zwischen Thomas Mann und Nietzsche erklaren. Der Letztere ist Einer, der die Wahrheit erst schafft, ein weltregierender Geist. Mit einem Wort ist er der Bahnbrecher. Dagegen ist der Erstere der einen Acker Bebauende. Hier in dieser Abhandlung haben wir es mit einigen Beispielen gezeigt.

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